Test Samsung Galaxy S5 (TRND)

Wie schon für den ein oder anderen Test von „trnd.com„, hatte ich auch am 17.04.2014 wieder das Glück und es hieß: „Du bist dabei!“ – Dabei für den Test des Samsung Galaxy S5 und einer Samsung „Gear Fit“ 🙂
Am 05. Mai war es dann soweit und ich konnte die Testgeräte in Empfang nehmen, da es aber wohl Lieferschwierigkeiten bei der „Gear Fit“ gab, wurde von Samsung stattdessen das Smartwatchmodell „Gear 2 Neo“ versandt.

Es sei gleich gesagt das dieser Test sicherlich nicht alle Funktionen & Einzelheiten abdeckt, sondern hauptsächlich die Dinge, welche mir persönlich im Alltag aufgefallen sind.

Geht es um bestimmte Details, schreibt einfach nochmal einen Kommentar und ich schaue ob ich es noch schnell vor Ablauf testen kann oder sonst finden sich sicher noch Beiträge im Netz, die sich einem speziellen Thema des Handys widmen.

  • Technische Daten:

Kommen wir zunächst zu den technischen Daten, bzw. einem Auszug der wichtigsten, die komplette Liste könnt Ihr euch auf den Samsung Seiten anschauen, indem ihr auf die Geräteüberschriften klickt:

Samsung Galaxy S5

  • Display Größe: 5,1″ (AMOLED)
  • Display-Auflösung: 1920×1080 px
  • Prozessor: 2,5 GHz Quad-Core (Snapdragon 801)
  • Arbeitspeicher: 2 GByte
  • Betriebssystem: Android Kitkat (4.4.x)
  • Interner Speicher: 16 GByte
  • Externer Speicher: Micro-SD, bis zu 128 GByte
  • Kamera: 16 MPix, bis zu 4K Videoaufnahme
  • Abmessungen: 142 x 72,5 x 8,1 mm
  • Gewicht: 145g (inkl. Akku)
  • Akku-Kapazität: 2.800 mAh (Akku austauschbar)
  • Weitere Merkmale: Wasserdicht & Staubdicht nach IP67, Bluetooth 4.0, USB 3.0

Samsung Gear 2 Neo

  • Display Größe: 1,63″ (AMOLED)
  • Display-Auflösung: 320×320 px
  • Prozessor: Dual-Core
  • Arbeitspeicher: 512 MByte
  • Interner Speicher: 4 GByte
  • Sensoren: Pulssensor, Beschleunigungssensor, Lagesensor
  • Gewicht: 55g
  • Weitere Merkmale: Wasserdicht & Staubdicht nach IP67, Bluetooth 4.0

 

Auspacken, erster Eindruck der Geräte

 

Beide Geräte kommen in einer schlichten Kartonverpackung daher, welche in einem Holzmuster bedruckt ist. Beim Galaxy S5 fällt sofort der Aufkleber „Europäisches Modell“ ins Auge, mehr Infos zu dieser Regionssperre könnt ihr unter anderem hier auf teltarif.de nachlesen. Ob das Handy nach Aktivierung mit europäischer SIM wirklich einwandfrei im nicht EU-Ausland funktioniert kann ich nicht sagen, doch wenn nicht, hätte es mich z.B. in meinem letzten Australien Urlaub sehr geärgert! Da es bis heute keine Aussage von Samsung zum „Warum?“ gibt bleibt ein fader Beigeschmack über diese Einschränkung.

Die Packung des Galaxy S5 beinhaltet neben dem Handy+Akku noch eine Schnellstartanleitung, ein Ladegerät, sowie ein einfaches Headset mit Passstücken für verschiedene Ohrgrößen. Da ich Headsets nicht häufig benutzte und wenn doch, ich dafür bereits ein Sony MBH-20 Bluetooth Headset besitze, habe ich das mitgelieferte Headset nicht weiter ausprobiert.

In der Packung der Gear 2 Neo sind außer der Uhr selbst, ebenfalls eine Schnellstartanleitung, ein Ladekabel sowie ein kleiner Lade-Adapter zu finden. Um es gleich vorweg zu nehmen: Bei diesem Adapter denkt man schon beim Auspacken „WAAARUUUM?!?“ (hier beliebiges „Face-Palm“ Bild denken). Ich kann’s mit nur so erklären, dass die Bausteine welche fürs Laden notwendig sind die Uhr irgendwie zu groß gemacht hätten, denn anders ist so eine Entwicklung nicht zu erklären! Man sieht diesen Adapter und denkt alles klar: „Super Teil zum Vergessen, Verlieren, Verlegen etc… – endlich eine Erfindung die das Aufladen seiner Geräte wieder noch nerviger macht!“ 😉

Doch zurück zu den Geräten an sich: Das Samsung Galaxy S5 ist in meinen Augen sehr wertig verarbeitet und macht trotz Plastikgehäuse einen stabilen Eindruck, dank der gummierten Rückseite hält es sich auch gut in der Hand.

Über Design lässt sich selbstverständlich streiten; ich sage mal ich finde es „okay“ – halt irgendwie nichts besonderes, aber auch nicht übermäßig hässlich. Hätte man die „Chrom-Leiste“ rundherum weggelassen, hätte ich mich evtl. sogar zu einem „gut“ hinreißen lassen 😉 Sony & HTC machen hier aber meiner Meinung nach derzeit ganz klar den besseren Job.
Bleibt natürlich noch die Größe – hier tue ich mich wirklich schwer. Bereits bei meinem Vorgänger Handy (HTC One X, 134x70x8,9 mm) dachte ich: „Hier ist die Größengrenze erreicht, noch größer geht gar nicht!“
…und nun übertrifft es das S5 nochmal und nein, die Größe gefällt mir nicht! 4.0″ – 4.5″ würden mir völlig reichen! – Doch nun das aber: Andererseits hat mich die Größe jetzt in den letzten 4 Wochen auch nicht wirklich übermäßig gestört, man gewöhnt sich ein wenig dran… – Dennoch ich würde die selbe Technik in kleinerem Handy stark bevorzugen, man darf also Gespannt sein, wie die sehr wahrscheinlche „Mini“ variante des S5 daher kommen wird – ich würde mir die gleiche technische Ausstattung bei kleinerem Display mit selber Auflösung wünschen.

Design, Größe & Gewicht der Gear 2 Neo gefallen mir sehr gut und ich wurde durchaus schon auf „die schicke Uhr“ angesprochen. Da auch meine „normale“ Uhr etwas klobiger ist, stört mich das große Display auch nicht weiter, als „zierliche“ Damenuhr taugt es aber sicherlich nicht 😉
Was mir weniger gefällt ist das (Plastik-) Armband – ich finde es einfach etwas unbequem! Nun bin ich sicher nicht die zierlichste Person, trotzdem verwundert es mich, dass das Armband nicht etwas länger ist; so sitzt es schonmal für mein Gefühl ein klein wenig zu eng und außerdem dürfte es ein paar Mehr „Belüftungslöcher“ in dem Plastik geben. Wäre es nicht nur ein „Leihgerät“ würde ich mich auf jeden Fall nach einem Lederarmband umschauen – vielleicht wird’s hier ja in Zukunft von Samsung noch was als Zubehör geben…

Das Galaxy S5

 

So, ab hier werde ich den Test mal auf beide Geräte aufteilen und einfach beschreiben was mir im Laufe des Tests so positiv und negativ an Beiden aufgefallen ist:

Die Inbetriebnahme des Handys geht leicht von der Hand, ein Assistent hilft bei der ersten Einrichtung und da ich ja auch schon vorher ein Android mit synchronisiertem Google-Konto besaß, richtet sich das Handy nach der Anmeldung bei Google schon größtenteils von selbst ein: Kontakte, Kalender, Apps alles ist nach kurzer Zeit wieder da.
Was mich ein wenig stört ist das man nun auch noch einen Samsung-Account brauch um bestimmte Samsung-Apps (z.B. für die Gear 2 Neo) runterzuladen und zu aktualisieren – ich hätte es schöner gefunden, hätte Samsung diese Dinge mit in den Play-Store von Google gepackt.

Als Android-User und „Technikinteressierter“ ging mir die weitere Einrichtung der Homescreens, Widgets, Ordner etc. leicht von der Hand. Ich scrolle und probiere mich ein bisschen durch die Einstellungen und bin froh das sich wirklich fast jede Kleinigkeit konfigurieren lässt; kann mir aber auch gut vorstellen das es Neu-User womöglich etwas verwirrt, denn die Optionen scheinen wirklich unendlich und ich glaube auch nach vier Wochen hab ich wahrscheinlich noch gar nicht alles entdeckt 😉

Display

Das Full-HD AMOLED Display hat wirklich eine tolle Qualität, alles erscheint sehr scharf und auch die Farben wirken auf mich nicht übertrieben, wie es zum Teil bei AMOLED-Displays kritisiert wird. Man kann unter dern Display Einstellungen auch verschiedene Displaymodi auswählen wie „Adapt Display, Dynamisch, Standard, Professionelles Foto, Kino“, welche Kontrat, Sättigung etc. etwas anpassen.

Doch das wichtigste: Das Display ist bzw. kann „sehr hell“! Selbst bei intensiven Sonnenschein ist das Display noch gut zu verwenden und so kann man auch am sonnigen Strand gut ein paar Fotos schießen 🙂

Kamera

Einer der wichtigsten Ausstattungsmerkmale heutiger Smartphones ist natürlich die Kamera und auch ich als Hobby-Fotograf bin natürlich immer sehr gespannt was die Qualität angeht. Normalerweise bin ich mit einer „Sony A57“ SLT-Kamera unterwegs, welche wie das Samsung S5, 16 MPixel bietet, aber natürlich auf einem wesentlich größeren Sensor.
Die Blende des S5 liegt bei F2.2, die Brennweite bei etwa 28mm (in Bezug aufs Kleinbildformat). Die Blende spricht natürlich für gewisse Low-Light Reserven, während die kleinen Pixel natürlich Sorge um rauschige/matschige Bilder bei wenig Licht wecken. Neben dem neuen Sensor hat auch ein neuer „Hybrid-Autofokus“ Einzug gehalten, welcher einen Phasen- & Kontrastautofokus kombiniert.
Der Autofokus arbeitet auch durchaus schnell und treffischer, das er nun aber soviel schneller ist als bei anderen Smartphones fällt mir so in der alltäglichen Nutzung nicht auf.
Neben dem Auslösen per Touch-Display ist auch ein Auslösen über die „Lautstärke +“ Taste möglich, was mir wesentlich besser gefällt als der „Touch-Auslöser“ und ich denke auch Freunde des „Selfies“ werden sich darüber freuen 😉

Doch nun zur Qualität der Aufnahmen: Zunächst dachte ich an einen Vergleich zwischen S5 und Sony A57, habe mir aber letztendlich gedacht, dass dies doch unfair und auch nicht praxisnah wäre. Daher habe ich einfach öfter mal die A57 zu Hause gelassen um so bewusst mit dem S5 fotografieren zu müssen.
Meiner Meinung nach lässt sich einfach sagen: Genügend Licht = Hui!, Wenig Licht = Pfui! 😉

Bei normalen Tageslicht macht die Kamera wirklich klasse Aufnahmen, aber sobald die Dämmerung einsetzt werden mir die Bilder einfach zu matschig und es setzt meiner Meinung nach einfach ein zu starker Rauschfilter ein – vielleicht bin ich aber auch nur zu verwöhnt, weil ich weiß was Kameras mit großem Sensor hier leisten können. Doch lange Rede kurzer Sinn, ich zeige euch hier einfach mal ein paar (bis auf die Größe) unbearbeitete Beispiele aus meinem Testzeitraum:

Kameraeinstellungen:
Die Kamera bietet ab Werk eine Vielzahl von Kamera-Einstellungen, Aufnahmemodi  & Effekte, sowie die Möglichkeit über den Samsung-Store auch noch weitere Aufnahmemodi (wie z.B. ein 360° Panorama) herunterzuladen. Was mir fehlt sind ein paar Szenenmodi wie „Sonnenuntergang, Dämmerung etc.“ welche ggf. schneller für gute Ergebnisse sorgen würden, als die fummelige manuelle Einstellung diverser Parameter – womit wir bei einem meiner Kritikpunkte der Kamera währen: Das Einstellungsmenü wirkt mir zur unsortiert, irgendwie Suche ich immer zu lange nach der passenden Einstellung. Insbesondere würde ich mir wünschen, das man sich 2-3 Schnellzugriffe einrichten kann, auf Funktionen wie z.B. Belichtungswert & Weißabgleich.

Was die Kameramodi angeht will ich hier nur auf zwei eingehen, welche ich auch wirklich verwendet habe. Zum einen währe dort der „Shoot & more“ Modus. Hierbei handelt es sich einfach um eine Serienaufnahme, bei welcher man (wie beim Videofilemen) draufhalten kann  und anschließend schnell die besten Bilder auswählen kann.
Fasziniert hat mich die 360° Aufnahme – auch wenn es bei dem Zusammensetzen der Bilder an einigen Stellen mal zu kleiner Fehlern kommt, so ist es doch toll, wenn man jemand anderem später das Handy in die Hand drücken kann und die Person sich dank Unterstützung der Bewegungssensoren sich das 360° Bild quasi so anschauen kann, als wäre sie selber vor Ort 🙂
(Ich werde später nochmal testen wie ich so ein 360° Panorama hier einbinden kann 😉 )

Video:
Die Videofunktionen habe ich leider noch nicht so ausgiebig testen können, aber im Grunde verhält es sich ähnlich wie bei den Fotoaufnahmen, bei Tageslicht sehr gute Aufnahmen bei „Dämmerlicht“ wird es wieder sehr rauschig/matschig, so dass einem HD dann auch nicht mehr viel nützt 😉

Etwas schade fand ich das das Mikrofon bei einer Aufnahme in der Disko anscheinend nicht genug runterregeln konnte und das Ganze durch den lauten Bass dann einfach nur noch „krächzend“ klang.
Ich werde zusehen, dass ich in den nächsten Tagen noch schnell ein Video mache, was ich hier als Beispielvideo einbinden kann (ohne erst um Genehmigungen von Personen bitten zu müssen 😉

Ebenfalls nicht getestet habe ich die 4K Aufnahme, da ich mangels Wiedergabegerät mit entsprechender Auflösung eh keine vernünftige Aussage darüber treffen könnte 😉

 

Akkulaufzeit/Ladezeit:

Wie oben beschrieben ist das Samsung S5 mit einem wechselbarem 2.800 mAh Akku ausgestattet. Die Akkulaufzeit ist natürlich immer sehr von der persönlichen Nutzung des Handys abhängig, aber für meine durchschnittliche Nutzung (Mail, Kalender, Messaging, Facebook, Fotos schießen, Bluetooth & WLAN daueraktiv) kann ich sagen, dass ich damit super über den Tag komme und meist Abends, bevor es ans aufladen geht, noch 30-40% Akkukapazität vorhanden sind. Mit meinem „HTC One X“ kam ich hier wesentlich öfter in Schwierigkeiten…
Klar, sobald das Display an es, zieht das an der Laufzeit – aber – und das Gefällt mir sehr gut, wenn das Display dann aus ist, verbraucht das Handy einfach sehr wenig! Auch hier hatte mich mein „One X“ zuvor manchmal böse überrascht und ohne großes zutun den Akku leergesaugt.

Außerdem ist es natürlich das eine wie schnell der Akku leer ist und das andere wie schnell er dann wieder brauch um vollgeladen zu sein, doch auch von der Seite kann ich nur positives vermelden. Ich habe das Handy einmal auf 1% leerlaufen lassen und dann mit dem mitgeliefertem Ladegerät wieder aufgeladen, hier die Zwischenzeiten:

  • Nach 40 Min. = 50 %
  • Nach 75 Min. = 87 %
  • Nach 110 Min. 100%

Bei dem Samsung S5 war es mir dann auch möglich das Handy im Auto als Navi- & Musikplayer (per Bluetooth) zu verwenden und je nach Displayhelligkeit wurde das Handy geladen oder zumindest die Kapazität stabil gehalten. Auch etwas, was mein HTC One X nicht schaffte – und während das One X sich bei zuviel Sonneneinstrahlung auf die Windschutzscheibe immer irgendwann aufgehängt hat (Hitzetod), machte das S5 hier keine Anstalten aufzugeben 🙂

Neben dem „normalen“ Energiesparmodus, welcher Dinge wie Displayhelligkeit & CPU-Leistung drosselt gibt es für Notfälle auch einen sogenannten „Ultra-Energiesparmodus“, welcher bis auf das Mobilfunkmodul wirklich fast alles abschaltet und sogar das Display auf Schwarz-Weiß schaltet, so kann man dann selbst bei wenig Restkapazität unter Umständen sogar noch ein paar Tage Laufzeit rausholen – vielleicht mal interessant auf einer Trekkingtour wo man nicht zum Aufladen kommt und so zumindest noch in der Lage ist ein Telefonat abzusetzen.

Außerdem darf man natürlich auch nicht vergessen, dass es sich beim S5 um eines der wenigen Handys handelt, welche noch einen Wechselakku besitzen, was für „Power-User“ oder auf Reisen natürlich unglaublich praktisch sein kann (ein (Original!) Ersatzakku ist mit ca. 15 € sogar ziemlich günstig).

Zu guter letzt finde ich es noch gut das man auch bei Auswahl der automatischen Display-Helligkeit noch eine Abweichung um 5 Stufen nach oben oder unten einstellen kann.

Wasser- & Staubdichtigkeit, Kratzfestigkeit

Das S5 wird mit einer IP67 Zertifizierung beworben, was bedeutet, dass das Handy als „Staubdicht“ gilt und einen „Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen“ bietet. Das Display ist zudem mit „Corning Gorilla Glass 3“ ausgestattet und soll somit sehr resistent gegen Kratzer sein.

Zur Wasserdichtigkeit reichen vielleicht einfach folgende Fotos 🙂

Also ja, zeitweiliges Untertauchen macht dem Handy nichts aus, solange die Klappe über dem USB-/Ladeanschluss dicht ist und die hintere Abdeckung fest aufsitzt (worauf auch immer mal wieder hingewiesen wird).
Über die Notwendigkeit lässt sich sicher streiten, aber letztendlich schadet es ja auch einfach nicht und als mir das Handy kürzlich am Badesee mal in den Sand gefallen ist und etwas Sand dran haften blieb, war ich wirklich froh es einfach im See abspülen zu können 🙂

Zur Kratzfestigkeit kann ich soviel sagen, dass ich das S5 über den gesamten Zeitraum Testzeitraum einfach ohne Schutzfolie in der Hosentasche getragen habe (alleine, ohne Schlüssel etc.) und bis heute nicht ein kleiner Kratzer auf dem Display zu sehen ist. Normal mache ich ja immer eine Schutzfolie drauf, aber ich habe das Gefühl, das S5 würde tatsächlich auch ohne gut klarkommen!

 

Fingerabdruckscanner:

Auf eines der Hauptmerkmale des aktuellen iPhones hat Samsung hier schnell reagiert und ebenfalls einen Fingerabdruckscanner im Home-Button verbaut. Da ich auch den Scanner des iPhone 5S schon testen konnte, muss ich feststellen: Mir gefällt das Freischalten per Scanner beim S5 besser als mit PIN, aber an die Funktionalität und vor allem Erkennungsqualität des iPhones kommt es bei weitem nicht ran! Während man beim iPhone den Finger in gefühlt jedem beliebigen Winkel auflegen kann und die Erkennung zu 99% funktioniert, muss man bei Galaxy S5 den Finger schon sehr gerade und akkurat über den Scanner ziehen damit es klappt – einhändig ist dies so gut wie nicht machbar.

 

Die Gear 2 Neo

Mehr Aufmerksamkeit noch als das Galaxy S5 erzeugt meist die „Gear 2 Neo“, Smartphones kennt schließlich langsam jeder, aber Smart-Watches sind dann doch noch neu und es ist auch meine erste Uhr dieser Art.

Meistgestellte Frage: „Was kann man denn damit jetzt alles machen?“ – Also eine kurze Auflistung der Funktionen:

  • Uhrzeit ablesen 😉
  • Termine anzeigen
  • Timer & Stoppuhr
  • Benachrichtigungen über SMS, Whatsapp, Facebook, E-Mail etc.
  • Nutzung als „Freisprecheinrichtung“ (Kontakte, Nummern etc. können direkt über die Uhr angewählt werden)
  • Schrittzähler
  • Pulsmesser
  • Schlafanalyse
  • Infrarot-Fernbedienung
  • MP3-Player (via eingebauten Lautsprecher oder Bluetooth)
  • Nutzung für „S-Voice“ oder Sprachmemos
  • Wetteranzeige
  • Bilderanzeige

Nächste Frage danach: „Aha! …und braucht man das?“

Ein ganz klares: Ja, Nein, Vielleicht! 😉

OK, über die Uhrzeit brauchen wir nicht reden und die Termine ohne Blick auf’s Handy anzuzeigen ist auch nett. Timer & Stoppuhr sind wohl auch „Uhren-Standard“ Gehen wir also doch mal die weiteren Punkte durch:

Benachrichtigungen:
Gerade was die E-Mails angeht finde ich es wirklich praktisch, denn bei Eingang vibriert die Uhr kurz und zeigt kurz den Absender an, so kann man schnell checken ob es gerad wieder nur eine Werbemail ist oder vielleicht etwas interessantes, wofür es sich lohnt das Handy rauszuholen – denn lesen auf dem kleinen Display macht wiederum nicht soviel Spaß 😉 Kurze Antworten per Whatsapp, Facebook oder sonstigen Messengern kann man sich aber natürlich auch auf der Uhr schnell anschauen.

Freisprecheinrichtung:
Wirklich meine Lieblingsfunktion der Uhr und es klappt erstaunlich gut! Ein Gespräch geht ein, wird angezeigt und man kann mit der Smartwatch annehmen und sich wie „Michael Knight mit K.I.T.T.“ unterhalten 😀
Ich fand dies z.B. im Auto sehr praktisch und mir wurde mitgeteilt, dass die Sprachqualität auch in Ordnung sei. Ob es wirklich als Freisprecheinrichtung anerkannt wäre weiß ich natürlich nicht, aber besser als nach einem Handy zu kramen ist es allemal 😉
Auch wenn das Handy mal wieder irgendwo anders in der Wohnung liegt, kriegt man so die Anrufe mit und kann das Gespräch ohne Handysuche entgegennehmen 🙂

Schrittzähler:
Auch ein Feature, welches mir gut gefällt – ok es ist nicht super genau und ich würde es daher auch eher „Aktivitätstracker“ nennen, denn auch wenn es einem sicher nicht haargenau die zurückgelegten Schritte anzeigen kann, so zeigt es doch schon gut unterscheidbar an ob man sich heute schon viel oder wenig bewegt hat.
Und ja, mit den richtigen Bewegungen kann man auch tricksen, aber was hilft einem das? 🙂

Pulsmesser:
Hmm, wie sag ich das am besten? „Hätte man sich sparen können“ trifft es wohl am besten 😉 Nein ganz ehrlich, das Ding braucht einfach zu lange und ist zu ungenau, wer ernsthaft seinen Puls kontrollieren will, legt sich definitiv eh was anderes zu…

Schlafanalyse:
Nette Spielerei, zeigt einem nach Aktivierung an wie lange man geschlafen hat und wieviel der Zeit man davon wirklich ruhig lag und sich nicht bewegt hat. Spezielle Tiefschlafphasen oder ähnliches werden aber nicht angezeigt.
Wichtig ist, dass man vor dem Schlafen auch die Aktivierung des Displays per Geste deaktiviert, da man sonst unter Umständen sich selbst oder den Partner mittels dem sehr hellen Display weckt 😉
Das sind Dinge die meiner Meinung nach automatisch passieren sollten (Deaktivierung der Geste, Displayhelligkeit runter auf „1“), wenn man den Schlafmodus aktiviert, noch besser wäre natürlich eine automatische Erkennung das man im Begriff ist zu schlafen, was einige andere Tracker ja wohl beherrschen.
Letztendlich muss ich aber sagen das ich die Uhr später zum Schalfen nicht mehr getragen habe, da sie mir, wie weiter oben erwähnt, vom Tragekomfort einfach nicht ganz so gefällt.

Infrarot-Fernbedienung:
Hab ich nicht so intensiv getestet, da meine Logitech-Harmony Fernbedienung eh mehr leistet, außerdem kann die Uhr (soweit ich das erkannt habe) nur TV oder „TV & (SAT-)Receiver“ steuern, nicht aber auch noch einen Verstärker.
Trotzdem ganz witzig, wenn man mal zu Besuch unterwegs ist, bei anderen den Fernseher ein-/auszuschalten 😀

MP3-Player:
Vor der Verwendung muss man zunächst MP3s per App auf die Uhr übertragen, dies dauert natürlich etwas (Bluetooth-Übertragungsrate) und man kann auch nur eine Gewisse Anzahl (wenn ich mich recht erinnere 10-12) gleichzeitig übertragen.
Sind die MP3s dann aber auf der Smartwatch, kann man diese dann auch ohne das Handy dabei zu haben über ein Bluetooth-Headset abspielen. Dies hätte ich super gefunden für sportliche Aktivitäten wie Joggen, wenn die Uhr auch einen GPS-Chip gehabt hätte um das Training zu tracken. Natürlich könnte man hierfür den Schrittzähler nutzen, allerdings ist mir dieser dann doch zu ungenau (hatte bei mir bei einem 6,5km Lauf zum Beispiel 300 Meter mehr angezeigt als GPS).
Somit bleibt auch der MP3-Player in meinen Augen eine „Spielerei“.

S-Voice & Sprachmemos:
Nutze/Brauche ich beides nicht, daher keine Beurteilung darüber.

Wetter & Bildanzeige:
Auch hierfür verwende ich das das Handy und ist für mich somit auch nicht nützlich.

 

Also es bleiben für mich die Freisprecheinrichtung, der Schrittzähler und die Benachrichtigungsanzeige als sinnvolle Features, aber ganz ehrlich würde ich im Normallfall dafür glaube ich keine ca. 190 € ausgeben.
Zudem kommt als großes Manko der oben erwähnte Ladeadapter hinzu, welchen man vielleicht mal wieder gerade nicht dabei hat wenn man ihn braucht… (bin schon fast Stolz, dass ich ihn in den vier Wochen zumindest nicht verloren habe 😉 ) Der Akku hält dann im Schnitt so 2-3Tage auch das finde ich etwas zu wenig, irgendwie will ich nicht das nächste Gadget haben, wo ich ständig ans Aufladen denken muss 😉 Mein persönlicher Wunsch wäre, das die Uhr so ca. eine Woche durchhält…

Fazit:

Zusammenfassend bleibt zu sagen das mich das Galaxy S5 in seinem Gesamtpaket wirklich überzeugt hat – gut die Größe stört ein wenig, aber ich hab mich mittlerweile gut damit zurechtgefunden. Dafür gefallen Dinge wie die Geschwindigkeit, das super helle & kratzfeste Display, die Wasserdichtigkeit, die (für Smartphones) sehr gute Kamera, die Akkulaufzeit, der Wechselakku, die kurze Ladezeit, der „Immer-noch-besser-als-PIN“ Fingerabdruckscanner etc… so gut, das ich hier alles in allem eine klare Kaufempfehlung ausspreche.

Etwas „nüchterner“ fällt das Fazit für die „Gear 2 Neo“ aus, es ist ein technisch interessantes Produkt, aber in meinen Augen noch nicht ganz ausgereift. Ganz besonders nervt mich der Ladeadapter und in dem Zusammenhang auch die Akkulaufzeit, der Pulsmesser ist einfach überflüssig – einen GPS-Sensor fände ich viel nützlicher! (Ja der würde auch am Akku ziehen, aber wenn man ihn bewusst „Ein-/Ausschalten“ könnte, wäre das OK für mich).
Nun muss man fairerweiße natürlich auch sagen, dass es erst das zweite Smartwatch-Modell von Samsung ist und man (wie auch die anderen Hersteller) noch in der „Entdeckungsphase“ ist – aber es bleibt für mich ein „Early Adopter“ Gerät.
Somit hoffe ich das alle trnd-Tester (und natürlich auch alle Käufer) dazu beitragen können, die nächste Generation Smart-Watch noch zu verbessern, denn ein interessantes Technik (und Markt-)Segment ist es auf jeden Fall! 🙂

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